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Ein System von Narben: Überlegungen zum Verhältnis von Triebtheorie & Kritik


„Es gilt als eine Art Diktum, dass kritische Theorie einen Bezug zur Triebtheorie Freuds impliziert: Wenn die Triebtheorie und damit einhergehend die infantile Sexualität relativiert oder als überflüssig erachtet werden, sei davon auszugehen, dass es sich um unkritische Theorie handelt. Nun hat die Psychoanalyse seit der Zeit des Revisionismus- bzw. Kulturismus-Streits zwischen Adorno und Marcuse auf der einen Seite und Fromm und Horney auf der anderen Seite eine Entwicklung genommen, in deren Folge die Triebtheorie in deren Mainstream weitgehend durch andere Theorien ersetzt wurde, insbesondere durch die Objektbeziehungstheorie. Zwischen der gegenwärtigen Psychoanalyse und denjenigen, die sich in der Kritik der Gesellschaft an der kritischen Theorie orientieren klafft daher eine doch recht große Lücke. Diese Konstellation lässt danach fragen, welche Gründe es für die Bedeutung gibt, die der Triebtheorie nach der kritischen Theorie für die Kritik der Gesellschaft zukommt.

Julian Kuppe beschäftigt sich u.a. mit Psychoanalyse, kritischer Theorie, ästhetischer Theorie, und der Kritik der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.“ (Text & Veranstalter: http://aufgetaucht.blogsport.eu/vergangene-veranstaltungen/ | Quelle & MP3: http://aufgetaucht.blogsport.eu/audio/)

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