Feminismus

Zur Austreibung des Sexuellen aus der Sexualität – Ein Vortrag von Lars Quadfasel


„Adornos Diktum über die Kulturindustrie, sie sei »pornographisch und prüde«, ist längst zum Kennzeichen des falschen Ganzen geworden. Der erregte Blick auf die fremde wie die eigene Geilheit hat am allerwenigsten luxe, calme et volupté im Visier. Gerade dort, wo scheinbar ganz unverklemmt der selbstbewusste, souveräne Umgang mit der Geschlechtlichkeit eingefordert, gar das Bekenntnis zur ureigenen sexuellen Identität propagiert wird, wird offenbar, was abgewehrt werden muss, weil es sich keiner mehr leisten kann: der Trieb als das andere in mir, der macht, das ich nicht ganz bei mir selber bin. Diese Entsexualisierung der Geschlechtlichkeit ist Konsequenz einer Vergesellschaftung, die den Menschen zum geknechteten und verächtlichen, also weder liebenswerten noch zur Liebe fähigen Wesen macht. Die Nachfolgestaaten des »Dritten Reiches«, welches die Ströme des Eros erfolgreich auf Volk und Vaterland lenkte, wissen das Ressentiment gegen Liebe und Libertinage weiterhin in Dienst zu nehmen.“ (Text, Quelle & MP3: https://archive.org/details/LarsQuadfaselWennPostfaschistInnenZuSehrLieben bzw. http://www.bagrupowi.at/docs/audio.html)

Vortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel aus der Veranstaltungsreihe der Studienvertretung „Just Sex“.

Basisgruppe Politikwissenschaft: http://www.bagrupowi.at/
https://www.facebook.com/bagru.powi

 

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