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[TXT] Psychoanalyse & Geschlechterverhältnis | Sexualität & Befreiung


Psychoanalyse und Geschlechterverhältnis

Freud zeigt auf, wie wichtig die frühkindliche Entwicklung für eine Erklärung der ‚typischen‘ Charakteristika der Frau: Passivität, Masochismus, verdrängte Sexualität, Frigidität etc. ist, stellt diese Entwicklung jedoch als aufgrund des anatomischen Geschlechtsunterschieds notwendige dar. Dennoch: Die Analyse der gegenwärtigen Gesellschaft gerade mithilfe der Freudschen Methode kann revolutionär sein, auch wenn die universellen Schlussfolgerungen, wie sie Freud gezogen hat, eindeutig falsch sind. Oder, in den Worten von Mitchell: „Daß Freuds Frauenbild pessimistisch war, zeugt weniger von seiner reaktionären Einstellung als von der Situation der Frau. Die Zählebigkeit ihrer Unterdrückung muß tiefere Ursachen haben als eine bloße Verschwörung; Ursachen, die komplexer sind als das biologische Handicap und dauerhafter als die ökonomische Ausbeutung … Der Status der Frauen wurzelt nicht nur im Heim, sondern auch im Herzen und im Kopf: die Unterdrückung ist keine triviale oder auf kurze historische Perioden beschränkte Angelegenheit – um sie so wirksam aufrechterhalten zu können, muß sie in Fleisch und Blut übergegangen sein.“ [Weiterlesen]

 

Das Richtige im Falschen? – Sexualität und Befreiung bei Adorno und Marcuse

Die Durchsetzung des Leistungsprinzips, die zusätzliche Repression, ging Hand in Hand mit einer fundamentalen Enterotisierung des Menschen und seiner Objektwelt (insbesondere durch die Mechanisierung der Arbeit): „Die Umgebung, von der das Individuum Lust empfangen konnte – die es als Genuss gewährende fast wie erweiterte Körperzonen besetzen konnte – wurde streng beschnitten. Damit reduziert sich gleichermaßen das ‚Universum‘ libidinöser Besetzungen. Die Folge ist eine Lokalisierung und Kontraktion der Libido, die Reduktion erotischer auf sexuelle Erfahrung und Befriedigung.“ (Marcuse 1994, 92f) [Weiterlesen]

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