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Jenseits des Kapitalismus: Transformationsforschung


Die Zeit nach der Transformation der europäischen staatssozialistischen Länder ist eine Zeit der Transformation der modernen demokratisch-kapitalistischen Gesellschaften. Dafür gibt es viele Anzeichen, von der Zivilisations- bis hin zur Schuldenkrise, von der Sinnkrise bis hin zu den neuen Kriegen. Reproduktion, Integration, Legitimation und Sicherheit werden untergraben. Ein grundlegender Umbau ist unausweichlich. Nicht mehr das Ob, sondern das Wie einer solchen Transformation bestimmt die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. (Text & Quelle: Rosa Luxemburg Stiftung)

3 replies »

  1. Ist schon mal hinterfragt worden, ob der Sozialismus/Kommunismus und der Kapitalismus sich grundlegend unterscheiden? Ich meine nein. Beide wollen Rohstoffe zu „Wohlstand“ transformieren, die einen setzen dabei auf das Individuum, die anderen auf das Kollektiv, das ist der einzigste Unterschied. Menscheverachtend und naturzerstörerisch sind beide und mit Fug und Recht können beide Philosophien als die Apokalypse des 19. und 20. Jahrhundert bezeichnet werden. Wieviele Menschen mussten der Rechthaberei dieser inhumanen Philosophien ihr Leben lassen, wieviel Kriege sind dazu geführt worden. Die Schlacht gewonnen hat keiner, das Individuum war effektiver in seiner zerstörerischen Kraft, die Kraft ist nun aufgebraucht und auch dieses System steht vor dem Untergang.

  2. „Ist schon mal hinterfragt worden, ob der Sozialismus/Kommunismus und der Kapitalismus sich grundlegend unterscheiden? “

    Ja,aber eine sinnvolle Antwort setzt eine etwas genauere Bestimmung dessen voraus, was Sozialismus/Kommunismus (nicht) ist oder zumindest Wissen, was die am Gespräch oder am gemeinsamen Nachdenken beteiligten Menschen darunter jeweils verstehen.

    „Beide wollen Rohstoffe zu „Wohlstand“ transformieren, die einen setzen dabei auf das Individuum, die anderen auf das Kollektiv, das ist der einzigste Unterschied.“

    Das ist in meinen Augen allerdings ein äußerst verkürztes Verständnis von Kommunismus bzw. von einer Periode des sozialistischen Übergangs zur Vorherrschaft kommunistischer Formen der Bestimmung dessen, was Wohlstand sein soll und mit welchen Mitteln dafür welche Rohstoffe wie und in welchen Mengen) verarbeitet werden sollen. Komunismus heißt, die JEWEILIGEN Bedürfnisse im Rahmen GEMEÌNSAMER Abstimmungsprozesse mit den dafür aufzubringenden Kosten sozialer bzw. ökologischer Natur ins Benehmen zu setzen. Das ist kein Anti-Individualismus. Ganz im Gegenteil!

    Das steht im Gegensatz zum Kapitalismus (auch wenn sich das nur aus dem Kapitalismus heraus entwickeln kann) aber natürlich auch zum so genannten „Realsozialismus“.

    Gruß hh

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