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Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt – Soziale Dienste im Wettbewerb


Seit Jahren wird an sozialen Unterstützungsleistungen gekürzt, einige Hilfefelder sind chronisch unterfinanziert. Marktwirtschaftliche Mechanismen und Wettbewerbselemente wurden in die soziale Sicherung eingeführt. So erfolgt Schritt für Schritt der Abschied vom Wohlfahrtsstaat und der Weg zum Wettbewerbsstaat. Dieser soll leistungsfähiger und effizienter sein und Abhilfe schaffen gegen eine angebliche Selbstbedienungsmentalität.

Immer mehr Teilzeit und befristete Arbeit für die Beschäftigten, Leiharbeit soll Schwankungen bei der Auslastung der Einrichtungen ausgleichen oder/und dauerhaft die Personalkosten senken. Die Folgen zunehmender unsicherer Beschäftigung: gesundheitliche Belastung, Leistungsdruck und Hetze.
Wenig attraktiv für junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen und für viele im Beruf ein Grund sich nach Alternativen umzuschauen.

Mit Experten aus der Wissenschaft und den Verbänden und mit Ihnen, den Expertinnen und Experten in eigener Sache wollen wir über die Situation diskutieren:

  • Was sind die Auswirkungen der Unterfinanzierung auf die Praxis sozialer Arbeit?
  • Was kann kurz- und mittelfristig geschehen, um die Lage zu verbessern?
  • Wo sind unsere gemeinsamen Interessen und wo gibt es Differenzen?
  • Wer kann, wer muss aktiv werden? Politik? Die Verbände? Die Beschäftigten? (Text & Quelle: Koop-Son)

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