Geschichte

Nach der Revolution – Zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung


Marc Bauder und Dörte Franke rekonstruieren in ihrem Film die historische Phase des Machtvakuums zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung. Was ist aus den Leuten geworden, die am Einsturz der SED-Diktatur mitwirkten? Welche politischen Ziele verfolgten sie „nach der Revolution“ und wie bewerten sie diese im Rückblick von 20 Jahren? Der Film begleitet drei Teilnehmer des „Runden Tisches“, die damals zu verschiedenen Gruppierungen der DDR-Bürgerbewegung gehörten.

November ´89: Während Deutschland und die ganze Welt den Mauerfall feiert, treffen sich in einer Wohnung in Ost-Berlin Vertreter von Oppositionsgruppen, um über die neue Lage zu beraten. Der „Zentrale Runde Tisch“ als Vermittlungsinstanz zwischen Regierung und Opposition wird ins Leben gerufen. Wie unter einem Brennglas bündeln sich hier fortan die Einschätzungen des epochalen Umbruchs von 1989/90. Die Utopie einer neuen Gesellschaftsordnung, die auch die bundesdeutsche verändern sollte, wurde von namhaften Intellektuellen aus Westdeutschland mitgetragen.Das deutsch-deutsche Filmemacherpaar Marc Bauder und Dörte Franke begibt sich auf Spurensuche und rekonstruiert die historische Phase des Machtvakuums zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung. Anhand von zum Teil unveröffentlichten Fundstücken aus persönlichen Archiven – darunter Aufnahmen von Klaus Freymuth, der als einziger die ersten beiden Sitzungen des „Runden Tisches“ gefilmt hat – richten sie ihren Blick auf ein Stück Zeitgeschichte, das in besonderer Weise den Prozess der Wende in der DDR vom Herbst 1989 bis zur ersten (und letzten) freien Volkskammerwahl im März 1990 widerspiegelt. Was ist aus den Leuten geworden, die mit hohem Einsatz am Einsturz der SED-Diktatur mitwirkten und nach neuen Perspektiven suchten? Welche politischen Ziele verfolgten sie „nach der Revolution“? Wie bewerten sie diese im Rückblick von 20 Jahren?

Der Film begleitet drei Teilnehmer des „Runden Tisches“, die damals zu verschiedenen Gruppierungen der DDR-Bürgerbewegung gehörten: Reinhard Schult (geboren1951), Maurer, Bausoldat, 1979 wegen politischer Aktivitäten inhaftiert, vertrat das „Neue Forum“, Ulrike Poppe (geboren 1953), 1982 Mitbegründerin des Netzwerks „Frauen für den Frieden“, nahm als Vertreterin von „Demokratie Jetzt“ teil, Markus Meckel (geboren 1952), ehemals Pfarrer in Mecklenburg, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP) und letzter Außenminister der DDR, saß als Mitglied seiner Partei am „Zentralen Runden Tisch“.Trotz gemeinsamer Ziele waren die drei Protagonisten damals nicht immer einer Meinung und bewerten diese intensive Umbruchszeit auch nach zwanzig Jahren unterschiedlich. (Text & Quelle: 3sat)

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