Umwelt

Die wohl schmutzigste Stadt der Welt: Linfen in China


Fast nirgendwo sonst verdrecken so viele Stoffe die Gegend wie in der chinesischen Großstadt Linfen: Arsen, Blei, Kohlenmonoxid, Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen sind nur einige Substanzen, die den Boden verseuchen, die Luft verpesten und das Trinkwasser ungenießbar machen.

Zahlreiche Schmutzstoffe verdrecken die chinesische Großstadt Linfen in der Provinz Shanxi, darunter die Gifte Arsen und Blei sowie Kohlenmonoxid, Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen. Linfen gilt als das Herz von Chinas riesiger und expandierender Kohleindustrie. Zahlreiche illegale und unkontrollierte Minen, Stahlfabriken und Teerraffinerien haben das Wasser in der Gegend zweckentfremdet, berichtet das Blacksmith Institute. Bauern könnten so ihre Ländereien nicht mehr bewirtschaften und Wasser gebe es täglich nur noch wenige Stunden.

Zahlreiche Chemikalien verpesteten auch die Luft, so die Umweltschutzorganisation. Ärzte diagnostizierten in den Krankenhäusern immer häufiger Bronchitis, Lungenentzündung und Lungenkrebs; zahlreiche Kinder in der Provinz Shanxi hätten eine Bleivergiftung. Außerdem sei das Trinkwasser mit Arsen verseucht – trotzdem trinken es viele Menschen. (Text: Spiegel / Quelle: ZDF Kultur)

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