Armut

Land Grabbing – Die neue Kolonisierung


Immer mehr Länder, Nahrungsmittelkonzerne, Banken und Investmentfonds pachten langfristig Ackerland in den afrikanischen und asiatischen Entwicklungsländern. Ihr Ziel ist es nicht, Nahrungsmittel für die Menschen vor Ort zu produzieren, sondern es geht einzig um den Export.

Noch nie war Ackerland so begehrt wie heute. Weltweit steigen die Agrarpreise. Vor allem Raps und Weizen stehen hoch im Kurs, aber auch Reis und Mais bringen sichere Rendite. Von diesem Geschäft wollen viele profitieren. Konzerne, Banken, Investmentfonds und sogar Länder wie China und Saudi Arabien sichern sich weltweit gigantische Anbauflächen, um dort Lebensmittel für den Weltmarkt oder im Falle Chinas für den Eigenbedarf anzubauen. Experten schätzen, dass allein in den vergangenen vier Jahren zwischen 22 und 50 Millionen Hektar Land in Afrika, Asien und Lateinamerika an ausländische Investoren veräußert wurde. Das entspricht fast der Hälfte der Anbaufläche von ganz Europa. Ein Milliarden-Monopoly ist im Gange. Besonders begehrt dabei sind die Entwicklungsländer. Hier ist das Land billig und die Löhne sind niedrig. „Das Problem ist, dass die meisten dieser Länder schwache Regierungen haben“, sagt der UN-Beauftragte für das Menschenrecht auf Nahrung Olivier de Schutter, „es gibt dort kaum gesetzliche Regelungen. Die Investoren bekommen das Land von den örtlichen Eliten und können dann dort anbauen, was sie wollen.“  (Text & Quelle: ARD)

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