Armut

Wie für Klamotten Menschen und Umwelt vergiftet & zerstört werden


Baumwolle ist der natürlichste und meist genutzte Rohstoff für unsere Textilien. Unsere Kleiderschränke und Warenhäuser sind gefüllt mit ihnen. Keiner sieht dem Weißen Gold an, daß bei seiner Produktion in Drittweltländern Unmengen von Pestiziden eingesetzt werden, die in Europa längst verboten worden sind. Und das Gift kommt zurück. Denn auch in unseren Baumwolltextilien, die wir auf der Haut tragen, finden Wissenschaftler immer wieder Rückstände von Pestiziden und gesundheitsschädlichen Stoffen.

Der Baumwollbauer Annand in Indien versprüht schon seit Jahren die hoch giftigen Pestizide. Mittlerweile leidet er unter Lähmungserscheinungen und einer tauben Zunge; genauso wie die Textilarbeiterinnen in Tirrupur. Auch die Anzahl von Fehl- und Mißgeburten häufen sich bei den indischen Baumwollbauern.

Über 300 haben sich schon umgebracht. Alle waren bei Pestizid Händlern hoch verschuldet. Um die Schädlinge zu stoppen, hatten sie immer größere Mengen teurer Gifte auf ihre Felder gesprüht. Doch das Gift wirkt nicht mehr gegen die Resistenzen der Insekten. Sie vernichten weiter die Ernten.

Trotzdem wird das schmutzige Geschäft mit dem Gift nicht gestoppt. Die Pestizidproduktion der europäischen Pharmakonzerne vernichtet in Gujarat ganze Landstriche und die Lebensgrundlage tausender Menschen. Einziger Ausweg aus dem Teufelskreis: Biobaumwolle. (Text & Quelle: ARD)

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