Filmhinweise

Die Fremde


Sibel Kekilli

Sibel Kekilli

Ihre Welten kreuzen sich. Sibel Kekilli leidet in Die Fremde unter Gesellschaft und Familie. Sehr sogar. Bastard. So werden sie Cem nennen, wenn ihn Kemal nicht zu sich zurückholt. Ein Bastard wird er in ihren Augen sein, ein Kind ohne Vater. Mit seiner Mutter Umay ist er auf der Flucht: weg vom prügelnden Ehemann und Vater, weg aus dem staubigen Vorort Istanbuls, raus aus der Türkei. Und zurück nach Berlin, zur Familie der Mutter.

In Feo Aladags Regiedebüt Die Fremde (2010) spielen Flucht, Rückkehr und das permanente Hin und Her zwischen beidem eine entscheidende Rolle im Leben von Umay und ihrem Sohn. Das freudige Wiedersehen in Deutschland bereitet lediglich ein weiteres Verlassen vor. Die Schande, die Umay über ihre Familie gebracht hat, wiegt schwerer als die private Bande und zwingt zu einer zweiten Flucht: zuerst in ein Frauenhaus zum Schutz vor ihrem älteren Bruder und schließlich in eine eigene Wohnung. Umay beginnt von vorne: neuer Job, neuer Freund, neues Leben. Das alte jedoch kann sie nicht loslassen, zu sehr wünscht sie sich den Kontakt mit ihren Eltern, ihren beiden Brüdern und ihrer Schwester, die für sie ihre Familie bleiben. Immer wieder versucht Umay eine Versöhnung herbeizuführen, immer wieder wird sie zurückgewiesen, die Distanz wird bei jeder Bemühung neu manifestiert. (Text: Critic.de)

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