Wissenschaft

Philosophische Gedanken über Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit


„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ – das ist bis heute die Devise der Französischen Republik. Über den Begriff der Gleichheit diskutiert Raphaël Enthoven in der heutigen Sendung mit seinem Gast Jean-Fabien Spitz. Unter Gleichheit kann man zunächst einmal verstehen, dass der Einzelne vor dem Staat keine besonderen Privilegien besitzt, dass alle juristisch dem gleichen Recht unterstehen. Das ist eines der Grundprinzipien der Demokratie. Dass sich das Prinzip der absoluten Gleichheit aber auch politisch instrumentalisieren lässt und absolute Unfreiheit bedeuten kann, erörtern Enthoven und sein Gast am Beispiel der Diktatur Nordkoreas.

Ist Gleichheit also ein Recht oder ein Privileg? Muss man Freiheit und Gleichheit trennen? Oder kann man davon ausgehen, dass Ungleichheit automatisch das Ende der Freiheit bedeutet? Was bedeutet Gleichheit für die freie Marktwirtschaft? Und worin liegen die Gefahren des Egalitarismus, der alle gesellschaftlichen Widersprüche aufheben will?

Bei ihrem Gespräch über die Gesetze der Gleichheit stützen sich Enthoven und sein Gast unter anderem auf Alexis de Tocquevilles Text „Über die Demokratie in Amerika“, auf Etienne de la Boéties „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen“, auf Claude Lévi-Strauss‘ Schrift „Das Ende des Totemismus“ und Nietzsches „Götzendämmerung“.

Bereits Nietzsche warnte darin: „Die Lehre von der Gleichheit! … Aber es gibt gar kein giftigeres Gift: Denn sie scheint von der Gerechtigkeit selbst gepredigt, während sie das Ende der Gerechtigkeit ist“. Macht man sich letztlich eine falsche Idee von Gleichheit, kann sie – wie die heutige „Philosophie“- Sendung zeigt – paradoxerweise zu absoluter Ungleichheit führen. (Text & Quelle: Arte)

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