Geschichte

Hausbesetzung: Kollektiv Mainzer Straße – Sag niemals nie


Kollektiv Mainzer Straße: „Sag niemals nie“, Berlin 1991, 100 min. Video-Dokumentation über die Mainzer Straße und die Räumung. Qualität ist leider nicht sonderlich berauschend, trotzdem könnt ihr einen ungefähren Eindruck davon erhalten wie es damals so war.


Die Räumung der Mainzer Straße im Bezirk Friedrichshain in Berlin am 14. November 1990 war eine Straßenschlacht um 13 besetzte Häuser und gilt als einer der massivsten Polizeieinsätze Berlins in der Nachkriegszeit.

Nach der Wende zog es viele Autonome aus der Kreuzberger Hausbesetzerszene in den Osten der Stadt. Am 29. April 1990 wurden 13 der 28 Häuser in der Mainzer Straße besetzt. In den verschiedenen Häusern fanden jeweils Bewohner mit ähnlichen politischen oder kulturellen Interessen zusammen. In der Hausnummer 3 befand sich beispielsweise ein Frauen- und Lesbenhaus mit einem Frauencafé und in der Hausnummer 4 das heute noch existierende Tuntenhaus mit einer Schwulen-Bar und einem Antiquariat für DDR-Literatur, das später in die Kastanienallee zog und dessen Bewohner großteils in der Schwulen- und Lesbenbewegung aktiv waren.

Zum 24. Juli übernahm der Ost-Berliner Magistrat die so bezeichnete „Berliner Linie“ aus Westberlin für den Osten der Stadt, nach der neben der Tolerierung bereits besetzter Häuser Neubesetzungen umgehend unterbunden werden sollten.

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