Krieg

Kriegsprofiteure in Zeiten der Wirtschaftskrise – Vortrag von Jürgen Grässlin


Wirtschaftskrise? Firmenzusammenbrüche? Massenentlassungen? Nichts von alledem kennzeichnet die wirtschaftliche Lage führender deutscher Rüstungskonzerne. Dank der überaus großzügigen Exportförderungspolitik der Bundesregierung laufen Waffengeschäfte in Zeiten allgemeiner Rezession wie geschmiert. In der Folge hat sich Deutschland, nach den USA und Russland, als Europameister endgültig auf Platz 3 der Weltwaffenexporteure etabliert. Zu den »Verkaufsschlagern« zählen Panzer, U-Boote, Militärjets, Hubschrauber, Tankflugzeuge, Drohnen und Sturmgewehre.

Gemessen an der Zahl der Stimmrechte ist die Daimler AG führend beim Rüstungsriesen EADS. Die weltweit siebtgrößte Waffenschmiede profitiert vom Verkauf von Kampfflugzeugen, Militärhelikoptern und Atomwaffenträgersystemen. Zwei Drittel aller Kriegstoten sind Gewehropfer. Mit dem Sturmgewehr G36 erobert Heckler & Koch den Weltmarkt. Auf das Konto von Deutschlands tödlichster Firma gehen mehr als 1,5 Millionen Opfer — Tendenz steigend. Empfängerländer sind häufig Menschenrechts verletzende Staaten.

Viele weitere Firmen, so auch LITEF aus Freiburg, liefern Kriegsgeräte, die in Kriegen und Bürgerkriegen eingesetzt werden. Mit den Kampagnen »Wir kaufen keinen Mercedes: Boykottiert Rüstungsexporte!« und »60 Jahre Heckler & Koch: Kein Grund zum Feiern!« zeigt Jürgen Grässlin konkrete Schritte zur Abrüstung auf. Der Vortrag wurde gehalten am 21.10.2009 im DGB-Haus in Freiburg.

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Länge: 58 Minuten
Quelle: Freie-Radios.net

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