Armut

Die Todesreiter von Darfur


Update 16.06.2009: Leider offline da youtube massiv gegen Copyright-Verletzungen vorgeht. Besorgt Euch den Film am besten auf DVD er ist zwar grausam aber dennoch sehenswert.

Es gibt Kriege, bei denen man das Kriegsgeschehen quasi live am Fernsehschirm mitverfolgen kann etwa den Irakkrieg im Jahr 2003. Doch es gibt auch Konflikte, die nahezu unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit stattfinden: Auch 2003 kam es in der Region Darfur, die im Westen von Afrikas größtem Flächenstaat Sudan liegt, zu einer Ausweitung des jahrzehntelang andauernden Bürgerkriegs, der bereits mehr als zwei Millionen Menschenleben gekostet hat.

Die Kämpfe zwischen Rebellengruppen und der Armee, die seit den Aufständen im Februar 2003 Milizen aus den arabischen Nomadenstämmen (sogenannte „berittene Teufel) rekrutieren ließ, haben sich mittlerweile zu einer der schlimmsten humanitären Krisen der Welt entwickelt. Erst im Juli dieses Jahres wurde gegen den Hauptverantwortlichen für die brutalen Angriffe der arabischen Milizen auf nicht-arabische Stämme, Sudans Präsident Omar al Baschir, vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag Haftbefehl wegen Völkermords erlassen.

In den Medien wurde aber dennoch nur spärlich über den Krieg und seine Folgen berichtet. Bis heute weiß kaum einer Genaueres über den Konflikt, der zum Stellvertreterkrieg zwischen dem Sudan und dem Tschad geworden ist. Während der grausame Genozid in Darfur ungehindert weitergeht, versucht der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Die Todesreiter von Darfur von Annie Sundberg und Ricki Stern, auf die abscheulichen und menschenunwürdigen Zustände in dem afrikanischen Staat aufmerksam zu machen.

Das Skript basiert auf dem Buch „The Devil Came on Horseback von Gretchen Wallace und ihrem Bruder Brian Steidle, einem ehemaligen US-Marine, der als offizieller militärischer Beobachter in den Jahren 2004 und 2005 im Sudan tätig war und Zugang zu Teilen des Landes hatte, in die damals kein Journalist hineingelassen wurde.

Während seines Aufenthalts wurde Steidle unfreiwilliger Zeuge von Gräueltaten, die jenseits des menschlichen Vorstellungsvermögens liegen. Er quittierte schließlich den Dienst und kehrte zurück in die USA, nachdem von Seiten der Staatengemeinschaft nichts gegen das Morden unternommen wurde. Seitdem kämpft Steidle für Gerechtigkeit für die Menschen in Darfur.

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