Zusammenleben zu lernen kann ich nur mit denen, die zusammen sind

8. Juli 2009

Zwölf Jahre lang hat die Waldorfschule in Emmendingen Integration gelebt, jetzt darf sie keine behinderten Kinder mehr in die neue erste Klasse aufnehmen.

Die Initiative „bildung neu denken“ wehrt sich gegen Ausgrenzung und Selektion im Bildungswesen und hat am 22. November `08 in Freiburg eine Kundgebung durchgeführt um folgenden Forderungen Ausdruck zu verleihen:

  • Gemeinsamer Unterricht aller Kinder bis Klasse 10 muss möglich sein.
  • Recht auf integrativen Unterricht für jedes Kind.
  • Raus aus der Grauzone: Integration muss im Schulgesetz verankert werden.

Auf der Webseite heißt es desweiteren: „Wir wollen einen grundsätzlichen Wandel und die Erweiterung des Bildungsbegriffs. Es geht uns um mehr als Integration – es geht uns um Inklusion. Wir wollen weg von einem Integrationsbegriff, der ausschließlich auf behinderte Menschen gerichtet ist. Denn diese Betrachtung greift entschieden zu kurz und verstellt den Blick auf notwendige und grundlegende Umwälzungen im Bildungssystem.“

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Länge: 20:23 Minuten

(Quelle: Freie-Radios.net)


Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm?

7. Juli 2009

Stimmt, Schule macht dumm. Das spricht aber nicht für ein Versagen der Schule, sondern gehört zu ihrem Auftrag. Dummheit ist nicht das, was man nicht gelernt hat an Wissensinhalten, fehlendes Wissen kann man sich aneignen, wenn man will. Dumm ist, was man in der Schule lernt. z.B. Wahlen für die Methode der Einflussnahme des Bürgers auf die Politik zu halten, obwohl man praktisch immerzu das Gegenteil mitkriegt; dass es nur von einem selbst abhängt, was aus einem wird, obwohl man ganz unabhängig von seiner Leistung rausgeworfen wird; sich bei der Politik zu beschweren, wenn die eigenen Interessen nicht so aufgehen, obwohl die ersichtlich gar nicht zufällig so vorgeht.

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Länge: 11:46 Minuten

(Quelle: Gegenstandpunkt Radio | Freie-Radios.net)


Skandalöse Maßnahmen gegen hochbegabtes Kind

5. Juli 2009

Am Montag wies das Netzwerk Bildungsfreiheit auf einen eklatanten Fall von Kindswohlgefährdung hin, der zur Zeit in Brandenburg stattfindet. Wieder einmal stellen Jugendamt und Schulbehörde die Schulanwesensheitspflicht – die im bis heute gültigen Reichsschulgesetz von 1938 verankert ist – über die Interessen der 10-jährigen Bernicia und ihrer Familie.

„Die Eltern, beide Ingenieure, versuchen in vorbildlicher Weise, ihre hochbegabten Kinder optimal zu fördern, und haben ihre zehnjährige Tochter Bernicia, die in der Grundschule vor Langeweile und Frustration „die Wände hoch ging“, eine Zeitlang sehr erfolgreich zu Hause unterrichtet. Deswegen wurde nun das elterliche Sorgerecht eingeschränkt.

Ab Montag, 22.Juni 2009 wird das Kind, das soeben Landesmeisterin im Judo wurde, mehrere Instrumente spielt und auch sonst ungewöhnlich erfolgreich ist, mit der Diagnose „Schulphobie“ zwangsweise in eine ganztägige psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Dort muss sie sich täglich bis 18 Uhr aufhalten, wird daher weder weiter Judo machen noch sonst ihren Begabungen und Interessen nachgehen können.

Ist das die Begabtenförderung, von der landauf, landab die Rede ist?“ fragt das Netzwerk Bildungsfreiheit.


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Länge: 13:43 Minuten

(Quelle: Freie-Radios.net)


Turbo Abitur produziert gestresste Kinder

16. Mai 2009

Alles was zählt ist Leistung und all das ist nur noch zu steigern indem man schon im frühesten Alter beginnt die jungen Kinder mit möglichst viel Schulstoff einzudecken. Diesen haben sie auswendig zu lernen und entsprechend wiederzugeben. Wer das nicht packt kann nur hoffen auf eine Familie zurückzugreifen, die genug Geld für Nachhilfe hat bzw. hoffen auf eine gute Schuldirektion zu stossen. Dies sind die Folgen des Wettbewerbs, des Marktes, welche sich weiter radikalisieren werden. Es ist nie genug, immer mehr muss erbracht und geleistet werden, schliesslich verändert sich auch ständig alles und damit auch die beruflichen Voraussetzungen und Ideale.

Die Menschen müssen funktionieren, für soziale Engagements oder für Musik, Sport oder einfach nur mit Freunden treffen bleibt immer weniger Zeit, wodurch auch die soziale Kälte und Frustration der Menschen zunimmt. Die Spannungen werden sich also nur weiter verstärken. Niemand braucht zu glauben, mit einem guten Schulabschluss sei das Leben schon halbgewonnen, im Berufsleben geht das ganze weiter und mindestens genauso brutal und gnadenlos. Für Nachfragen bleibt keine Zeit. Wer hinterfragt fällt zurück und läuft Gefahr eine qualitativ schlechtere berufliche od. schulische Ausbildung zu geniessen. Wer hinterfragt wird möglicherweise zu den Verlierern der Gesellschaft gehören.


Deutschlands ineffizientes Bildungssystem – Selbstständigkeit unerwünscht

14. April 2009