
“Man kann viel an einer Gesellschaft ablesen, wie sie mit ihren Toten umgeht. Wir sind von der Qualität der Leichenschau und von der Zahl der Obduktionen in Deutschland das Schlusslicht in Europa. Wir haben die qualitativ schlechtesten Leichenschauen und die niedrigste Obduktionsrate.”
Wird in Österreich in über 30 Prozent der Todesfälle obduziert, in Skandinavien bei 20 bis 30 Prozent, sind es in Deutschland gerade einmal zwei bis drei Prozent. Je weniger aber obduziert wird, desto mehr Tötungsdelikte bleiben im Dunkeln. Vorsichtige Hochrechnungen gehen von 1200 bis 1400 Fällen jährlich aus. Eine Zahl, die alarmierend und doch seit Jahren bekannt ist. Alle – Rechtsmediziner, Juristen und Polizisten kennen die hohe Dunkelziffer. Dabei handelt es sich nicht immer um Mord, darunter sind auch Suizide, Langzeitfolgen von Unfällen, ärztliche Behandlungsfehler. (via Nachdenkseiten)
Quelle 1: Deutschlandradio (Text)
Quelle 2: Deutschlandradio (Ton)



































































