Im Mai 2004 gelangten Berichte und Fotos in die internationalen Medien, die belegen, dass US-amerikanische Militär- und Geheimdienstmitarbeiter Gefangene im Abu-Ghraib-Gefängnis nahe Bagdad gefoltert hatten.
Die amerikanische Regierung verwies darauf, dass es sich hier um Übergriffe und Exzesse einzelner Soldaten gehandelt habe und dass dies nicht im Auftrag oder mit Duldung der US-Behörden geschehen sei.
Bei seinen Recherchen stieß Egmont R. Koch auf schockierende Videoclips, die amerikanische Soldaten und CIA-Agenten im Gefängnis Abu Ghraib beim Quälen irakischer Opfer aufgenommen haben.
Sie werden in diesem Film erstmals dokumentiert. Die meisten Täter sind inzwischen verurteilt.
Doch scheint es sich keineswegs um perverse Entgleisungen einzelner zu handeln – sondern um seit Jahrzehnten „bewährte“ Foltermethoden der CIA.
story-Autor Egmont R. Koch verfolgt die Spur dieser inhumanen Techniken und stößt auf ein geheimes Handbuch der CIA, das 1963, nach systematischen wissenschaftlichen Forschungen, erstellt und dann u. a. südamerikanischen Militärdiktaturen zur Verfügung gestellt wurde.
Im Rahmen des Krieges gegen den Terror grub die CIA das Handbuch offenbar wieder aus, um es den Verhörtrupps in Guantanamo und Abu Ghraib zur Verfügung zu stellen. Die Suche nach den Wurzeln der geheimen Foltermethoden des US-Geheimdienstes führt noch weiter zurück in die Vergangenheit: Ins Konzentrationslager Dachau. Lernte die CIA ihre Foltertechniken von SS-Schergen und KZ-Ärzten?


